Berlinfahrt der Jusos

Veröffentlicht am 29.05.2014 um 18:23 Uhr von

Paul-Löbe-Haus

Vom 27. bis 30. April fuhren einige unserer Jusos als Teil einer Besuchergruppe der Bundespresseagentur in die Bundeshauptstadt nach Berlin. Henry Breu, Mitglied im Vorstand der Jusos Marburg, berichtet von seinen Erfahrungen.

Tag 1: Anfahrt und erste Erlebnisse

Früh morgens gegen 7:50 Uhr trafen sich rund 50 Jusos, um die Fahrt nach Berlin anzutreten. Die Reise wurde durch unseren Bundestagsabgeordneten Sören Bartol ermöglicht und durch das Bundespresseamt finanziert. Um 8:20 Uhr fuhr der Zug nach Kassel, wo wir dann umgestiegen und weiter nach Berlin gefahren sind.
Nach etwa fünf Stunden Fahrt sind wir dann endlich in der Bundeshauptstadt angekommen. Frau Beate Wolf, unsere Reiseleiterin vom Bundespresseamt, empfing uns gleich am Bahnhof. Im Bus stellten dann sie und der Busfahrer, genannt Milo, sich uns allen vor.
Wir fuhren für das Mittagessen in ein Berliner Restaurant. Das Essen und ein Softdrink wurden ebenfalls vom Bundespresseamt übernommen. Nach dem Essen gab es die Möglichkeit, einen netten Flohmarkt in der Nähe zu besuchen, in dem es alles mögliche an Trödel gab.
Wieder im Bus ging es zu einer Führung durch das nahegelene Konzentrationslager Sachsenhausen. Diese Führung durch die einzelnen Areale war sehr eindrücklich und ging mir und ich glaube allen anderen sehr nahe.
Danach war es schon etwa 18 Uhr. Zeit, zum Hotel zu fahren und einzuchecken. Das Abendessen folgte gleich danach im Hotel. Im Anschluss gab es dann auch noch die Möglichkeit, wer wollte, eine kleine Kneipentour zu machen. Dann war der erste Tag auch schon vorbei.
Tag 2: Tag der Politik

Der Tag begann mit einem üppigen Frühstuck im Hotel. Die Auswahl an essbaren Dingen war sehr groß, sodass etwas für jeden Geschmack dabei war.
Um 8:45 Uhr fuhr uns der Bus dann zu unserer ersten Station, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (kurz: BMUB). Dort stellte uns ein Referent die Aufgaben und Tätigkeiten des Ministeriums vor. Anschließend gab es dann noch eine Runde für Fragen, Meinungen und Anregungen. Am Ende bekamen wir eine Führung durch das Gebäude, wo dann der Termin auch endete und wir zu einem nahe liegenden Restaurant liefen, indem es ein großes Buffet und wieder etwas für jeden gab. (Irgendwie gibt es auf solchen Fahrten immer viel zu viel Essen.)
Zweite Station war an diesem Tag das Kanzler(in)amt, mit einem kleinen Umweg über die Sicher-heitskontrolle. Die anschließende Führung ermöglichte uns einen guten Einblick in das Gebäude unserer Regierungschefin.
Um 15 Uhr ging es dann weiter zur Sicherheitskontrolle für den Besuch im Bundestag. Dort haben wir den Plenarsaal besichtigt und anschließend auch die berühmte Glaskuppel auf dem Reichstags-gebäude.
Und schon war es 18:30 Uhr. Zeit für das Abendessen, welches in einem Restaurant am Hackischen Markt serviert wurde. Wieder gab es die Möglichkeit, für alle, die wollten, dass nächtliche Leben von Berlin zu erkunden.
Auch der zweite Tag verging für mich wie im Fluge.
Tag 3: Touri-Day

Der Dienstag begann wieder mit derselben großen Auwahl an Essen. Um viertel nach acht fuhr uns dann der Bus zumWilly-Brandt-Haus. Dort angekommen, fing es mit einer kleinen Führung durch die Halle des Hauses an. Das obligatorische Bild von uns vor der Statue Willy Brandts durfte natür-lich auch nicht fehlen. Danach ging es in einen der vielen Konferenzräume im vierten Stock, wo wir einen Film über die Sozialdemokratie in Deutschland sahen. Später kam ein Referent dazu, der unsere Fragen beantwortete. Um 10:30 Uhr folgte der erste Teil der Stadtrundfahrt mit unserer Reiseleiterin Frau Wolf.. Der erste Teil endete mit dem Mittagessen. Der zweite Teil der Stadtrund-fahrt fand direkt nach dem Essen statt. Es folgte ein Besuch im Museum Deutscher Geschichte.
Und schon war es 16 Uhr und das Programm für heute zu Ende.
Wenn man schon mal in Berlin ist, dann sollte auch ein bisschen Zeit für Shopping und Sight Seeing sein, und die hatten wir dann.
Das Abendessen fiel aus, weil es uns überlassen wurde, was wir machen wollten. Da das Halbfinal-spiel der Chmpions League im Fernsehen lief, gab es die Möglichkeit, mit anderen in Kneipen zu gehen und dort Fussball zu schauen. Die zweite Möglichkeit war, sich den Abend individuell zu gestalten. Die dritte Option war es mit Werner Hesse und anderen ins Kabarett zu gehen. Für letzteres habe ich mich entschieden und ich kann, jedem (jeder) politikinteressierten Berliner(in) einen Besuch in der Distel empfehlen.
Wie die Zeit im Fluge verging, so war es auch mit dem dritten Tag in Berlin.
Tag 4: Tag der Abfahrt

So wie an allen Tagen gab es die gleiche große Auswahl an leckerem Frühstück. Um 8:30 Uhr haben wir dann aus dem Hotel ausgecheckt. Eine Stunde später gab es eine letzte Sicherheits-kontrolle – wir wollten das Paul-Löbe-Haus besuchen. Dort empfing uns unser Marburger Abgord-neter Sören Bartol für eine Diskussionsrunde. Wir bekamen alle eine BesucherInnnentasche mit dem Bundesadler drauf mit einem Info-Flyer und einer Ausgabe des deutschen Grundgesetzes geschenkt. Nach einer netten Diskussion haben wir dann ein Gruppenbild mit Sören Bartol gemacht.
Danach führte er uns durch das Gebäüde und durch einen unterirdischen Tunnel zum Bundestag und in den Fraktionssaal der SPD-Bundestagsfaktion, wo die Diskussion weiter ging. Und dann war es schon wieder Zeit, in den Bus zu steigen.
Wir fuhren direkt zum Berliner Hauptbahnhof. Dort gab es anstatt des Mittagessens kleine Lunch-Packete für die Fahrt.
Und schon war der Zug da, und es ging Richtung Heimat.
Fazit:

Es war wirklich eine tolle Fahrt, und ich finde, es hat sich voll und ganz gelohnt, mich dafür drei Tage von der Schule befreien zu lassen. Es war alles gut durchorganisiert, sodass man sich um nichts mehr kümmern musste, was auch sehr angenehm war. Nicht zuletzt war es auch einfach eine tolle Gruppe, mit der ich verreist bin.
Zum Hotel muss man sagen, dass es im großen und ganzen sehr gut war. Ich habe jede Nacht gut geschlafen, und obwohl vor dem Fenster eine Straße entlangführte, war es im Zimmer sehr ruhig. Das Frühstück war jedes mal einsame Spitze. Die Zimmer wurden jeden Tag geputzt, weshalb sie auch sehr sauber waren. Jedoch sah man, auf jeden Fall auf unserem Zimmer, Gebrauchspuren und manches wirkte ein bisschen abgenutzt, was aber keinesfalls den Aufenthalt weniger schön machte.
Nicht zu vergessen sind auch die ganzen politischen Sehenwürdigkeiten und Erlebnisse, die wir in der kurzen Zeit erlebt haben. Der Bundestag, das Paul-Löbe-Haus, das Kanzler(in)amt aber auch das Deutsche Historische Museum waren spannend und auf jeden Fall einen Besuch wert. Obwohl ich noch nicht weiß, wann sich die nächste Möglichkeit bietet, nach Berlin zu fahren, freue ich mich schon darauf.

Liebe Grüße Henry

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